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Die Geschichte der Mosaikkunst

Mosaike haben etwas mit Kunst zu tun. Dies macht bereits die Wortherkunft deutlich, stammt das Wort "Mosaik" doch vom griechischen "Musa" ab. Die neun Musen sind in der griechischen Mythologie die Beschützerinnen der Wissenschaften und Künste und die Töchter von Zeus, dem Göttervater. Weiterhin ist das Wort Mosaik mit dem lateinischen Substantiv "Musaeum" verwandt. Musaeum bedeutet Musentempel und ist den Künsten gewidmet. Mosaik haben daher nicht nur mit Kunst zu tun, sondern sind Kunst. Mosaiken dienten immer der Verschönerung und Restaurierung, ob nun als Wanddekorationen, als Bilder mit figuralem Inhalt oder auch als Fußbodengestaltungen, so wie auf dem Foto. Dieses Mosaik findet man im Umgang um den Dreikönigenschrein im Kölner Dom (Foto: pixelquelle.de).

Kunstfertig mussten und müssen die Mosaikleger sein, man spricht daher auch von Mosaikkünstlern oder Mosaizisten. Aus kleinen Mosaiksteinchen mit 1-2 cm Kantenlänge oder kleiner wurden bzw. werden bis zu mehrere Meter große Bilder und Ornamente geschaffen. Mosaiksteinchen bestehen selten aus Steinen oder Halbedelsteinen, meistens aus glasiertem Steinzeug, Porzellan oder farbigem Gußglas. Wenn hingegen der Fliesenleger von Mosaik spricht, meint er kleinformatige Fliesen zwischen 50 x 50 und 100 x 100 mm. Die Mosaiksteine werden nach einer Vorzeichnung Stein für Stein in ein Mörtelbett gelegt, verfugt und gegebenfalls glattgeschliffen. Bei neueren Techniken wird das Mosaik in seiner Gesamtheit ins Mörtelbett gelegt. Dazu muss es zuvor auf ein Gitternetz oder spiegelverkehrt auf Papier oder Folie aufgebracht werden.

Opus Steinwürfel Kieselmosaik
Kieselmosaik

Ab wann genau es Mosaike gab, lässt sich nicht mehr so genau abschätzen. Für die meisten Historiker beginnt die Geschichte des Mosaik jedoch mit den Griechen. Diese integrierten erstmals Bilder und figürliche Darstellungen in das Mosaik. Die ersten Mosaike waren Kieselmosaike. Die Kiesel wurden in Mörtel gebettet und hauptsächlich für Bodenmosaike verwendet. Die Zeit des Kieselmosaiks war ab dem 5. Jahrhundert vor Christus und dauerte etwa drei Jahrhunderte an. Ab Anfang des 2. Jahrhunderts begannen die Griechen regelmäßig behauene Steinwürfel (Opus tesselatum) zu verarbeiten.

Von den Römern wurde Opus tesselatum über den gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Zu den bedeutendsten frühen römischen Funden zählt das Alexander-mosaik (siehe Foto) von Pompeji (um 100 v. Chr.). Es besteht aus über 4 Millionen Steinen und ist 5,82 m mal 3,13 m groß. Wollte man es nachbauen, wären mehrere Mosaikkünstler ein ganzes Jahr lang beschäftigt. Ab dem 1. Jahrhundert vor Christus wurde das schwarz-weiße Mosaik immer populärer. Es wird auch zur Dekoration von Nischen, Säulen oder Gewölben verwendet. Die Mehrfarbigkeit bleibt der Mosaikkunst aber weiterhin erhalten.

Alexander-mosaik von Pompeji
Alexander-mosaik von Pompeji
Mosaike von Ravenna
Mosaike von Ravenna

Ravenna wurde in der frühchristlichen Zeit zu einem Zentrum der Mosaikkunst. Neu war die Verwendung von stark lichtreflektierenden Glassteinen, die sich ideal dafür eigneten, Innenräume von Kirchen auszugestalten. Zudem stand eine unendliche Farbpalette zur Verfügung. In Ravenna entstanden so im 5. und 6. Jahrhundert nach Christus viele prächtige Mosaike mit dem für Ravenna typischen grünen Hintergrund, den es auch nur dort gab (lesen Sie dazu auch den Artiel: "Die berühmten Mosaiken von Ravenna"). Nach einer Zäsur bedeuteten die Mosaike der Hagia Sophia in Instanbul vom Beginn des 10. Jahrhunderts ein Neubeginn. Sie stellen eines der größten je realisierten Mosaikwerke dar. Auffälliges Merkmal der byzantinischen Mosaikkunst ist der goldene Bildhintergrund (lesen Sie dazu: "Die Mosaiken der Hagia Sophia").

Ab dem 13. Jahrhundert geht es mit der byzantinischen und überhaupt mit der Mosaikkunst bergab. Die Mosaike in den Kirchen waren weniger prachtvoll, es gab kaum mehr Wandmosaike, nur noch Fußbodenmosaike. Es wurde auf Details und Farbabstufungen verzichtet, was zählte war einzig der Inhalt, der mit dem Mosaik transportiert werden sollte.

Das änderte sich erst wieder mit der Ausschmückung des Petersdoms in Rom im 17. Jahrhundert. Ab dieser Zeit gewannen Mosaike neue Wertschätzung, vor allem auch, weil sie eine größere Haltbarkeit als Bilder besitzen und wegen der besonderen Lebhaftigkeit und Beständigkeit der Farben.

 
Mosaikbauwerk mit Brunnen von Hundertwasser
Bauwerk Hundertwasser

Im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Werkstattgründungen (z.B. Paris, Wien, Darmstadt, Venedig). Eine riesige Neubelebung fand die Mosaikkunst durch kunst-und architekturgeschichtlichen Forschungen des Historismus, die zur Restaurierungen und Denkmalerhaltungen anregte. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts gelang ein neuer Durchbruch zu einer eigenständigen Mosaikkunst, die über Restaurierung und Kopie gefährdeter Kunstwerke hinausging.

Die Mosaikkunst suchte eine Verbindung zur Architektur, großflächige Fassadenbekleidungen wurden oft in Mosaik ausgeführt. Rechts sehen Sie den von Friedensreich Hundertwasser umgestaltete Bahnhof von Uelzen (Foto: pixelquelle.de).

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