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Park Güell – Märchengarten für Mosaikfreunde

Der Architekt und Designer Antoni Gaudí gehört zu Barcelona wie Fußball und der FC. Sein Lebenswerk – die Kirche Sagrada Família – dürfte jedem ein Begriff sein. Doch Gaudí hat in Barcelona noch viel mehr Spuren hinterlassen, zum Beispiel in Form des Park Güell – seiner Hommage an die Natur. Neben der Natur lässt sich im Park vor allem auch die Mosaikkunst genießen. Das fängt bereits am Haupteingang an, wo ein freundlicher Drache die Parkbesucher begrüßt. Gekleidet ist der Drache mit Bruchkeramik – wie im Übrigen auch die umliegenden Mauern und die berühmte Bank oberhalb der Markthalle, die römischen Tempeln nachempfunden wurde. Die bunte Bank, die sich wie eine Schlange windet, wurde von Salvador Dalí gar einst als Vorläufer des Surrealismus bezeichnet.

Bunte Bank
Eva Kaliwoda / pixelio.de

Mehrere Eingänge führen in den Park Güell. Der sicher schönste ist der Hauptzugang von der Carrer d’Olot aus. Typisch für Gaudí sind die zwei türmchenbewehrten Pavillons mit Café zu beiden Seiten des Eingangs. Ursprünglich wurde der Park gar nicht als Park, sondern als Wohngebiet entworfen, mit dem Marktplatz im Mittelpunkt. Wobei es sich eher um eine Markthalle auf 86 Säulen handelt. Das Dach der Markthalle bildet eine Terrasse, die von der vorgenannten weltberühmten Bank umsäumt ist. Jenseits des Platzes beginnt dann die eigentliche Grünanlage, die eher einem Märchengarten gleicht. Behutsam und originell wurde hier ein Gewirr aus Wegen, Mauern, Brücken und Laubengängen in die Landschaft gefügt. Hier verbindet Gaudí seine naturnahe Kunst mit der Natur selbst.

Mosaik Wasserspeier
Uwe-Jens Kahl / pixelio.de

Die Geschichte des Parks beginnt im Jahr 1885, als Gaudís Mäzen, der Industrielle Eusebi Güell das Gelände auf einer Anhöhe über Barcelona erwarb. Im Jahr 1890 bekam Antoni Gaudí den Auftrag, eine Garten­stadt zu entwerfen, in der Natur und Wohnen eine gleichberechtigte Symbiose bildeten. Die Idee war gut, allein es fehlte am Interesse der Bevölkerung. Keiner wollte zur damaligen Zeit im Einklang mit der Natur leben. So wurden lediglich zwei der geplanten 60 Villen fertig gestellt. In einer davon lebte Gaudí gar selbst. Im Jahr 1922 fand dann schließlich die Eröffnung des Parks statt und 1963 wurde das Wohnhaus Gaudís als Museum eröffnet. So wendete sich alles doch noch zum Guten und die Stadt Barcelona hatte eine Attraktion mehr.

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